Während in asiatischen Ländern das Tragen eines Mundschutzes schon seit vielen Jahren etabliert ist, hadern viele Deutsche noch mit der seit dem 27. April 2020 geltenden bundesweiten Maskenpflicht. Schon seit dem 15. April rät die Bundesregierung den Bürgern, Mund und Nase in der Öffentlichkeit zu bedecken, um die Zahl der Corona-Neuinfektionen weiter zu senken. Dabei ist die Rede von sogenannten Gesichtsmasken, die die Tröpfchenverteilung der Träger reduzieren. Leider sind diese nach ersten Erkenntnissen kaum geeignet, um sich selbst vor einer Infektion zu schützen. Viele, insbesondere in zahlreichen Onlineshops erhältliche Alltagsmasken, sind nicht zertifiziert – doch nur zertifizierte Gesichtsmasken bieten dem Träger nachweislich einen umfassenden Schutz vor der eigenen Ansteckung. Was Sie beim Kauf einer Maske beachten sollten, erklären wir Ihnen im Folgenden.

Wo gilt die Maskenpflicht?


Seit dem 27. April 2020 gilt die bundesweite Maskenpflicht. Wer einkaufen geht oder Bus und Bahn nutzt, ist verpflichtet, Mund- und Nasenschutz zu tragen. Darüber hinaus gibt es in einigen Bundesländern zusätzliche Regelungen – so gilt in Baden-Württemberg die Maskenpflicht auch in Einkaufszentren und in Hamburg auf Wochenmärkten. Mit der Maskenpflicht folgt die Bundesregierung der Empfehlung des Robert-Koch-Instituts, nach der das Tragen von Masken zu einer Verlangsamung der Ausbreitung des Virus beitragen kann. Der Stoff bietet einerseits Schutz vor größeren Tröpfchen und verhindert andererseits den Kontakt zwischen den Schleimhäuten und den möglicherweise kontaminierten Händen.

Mit der neuen Maßnahme zum Schutz gegen das Coronavirus gehen viele Fragen einher, von denen sich einige darum drehen, welche Masken wie viel Schutz bieten und wie man sich selbst und andere am besten schützen kann. Auch für den Fall, dass Sie der Maskenpflicht stets nachkommen, gilt jedoch: Auch während des Tragens einer Maske sollte man sich regelmäßig die Hände waschen und ausreichend Abstand (mindestens 1,5 Meter) zu anderen einhalten.

Warum sollte ich einen Mund- und Nasenschutz tragen?

Schützt mich das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus?


Mit dem Tragen eines medizinischen Mund-Nasen-Schutzes (MNS) beziehungsweise einer OP-Maske werden Tröpfchen, die man beim Sprechen, Niesen oder Husten ausstößt, zu einem gewissen Grad abgefangen. Es gibt allerdings keine hinreichenden Belege dafür, dass ein Mund-Nasen-Schutz oder eine Mund-Nasen-Bedeckung in Form einer Alltagsmaske den Träger selbst vor einer Ansteckung durch andere schützt.

Im Freien ist das Tragen jedweder Art von Maske ohnehin wenig sinnvoll. An der frischen Luft ist die Gefahr einer Ansteckung im Allgemeinen eher gering – immer vorausgesetzt, man hält das Abstandsgebot ein. Gerade im Freien gilt also: Nur das konsequente Einhalten des Mindestabstands verhindert die Ansteckung mit dem Coronavirus.

Schon schwieriger ist es in Situationen, in denen das Abstandhalten unmöglich wird und man anderen Personen für einen längeren Zeitraum körperlich nahe kommt – beispielsweise in vollen Bussen und Bahnen oder in engen Supermarktgängen. Hier ist das Risiko einer Ansteckung deutlich größer als bei Wahrung des Mindestabstands – kann aber durch das Tragen einer Mund-Nasen-Schutzmaske reduziert werden. Ein gewisses Ansteckungsrisiko gibt es zwar auch dann, doch die Menge der Viren, die sich auf den Schleimhäuten absetzt, wird durch das Tragen einer Schutzmaske verringert. Man vermutet, dass diese geringere Virenlast bei einer Ansteckung einen milderen Verlauf der Krankheit zur Folge hat.

In besonderem Maße sind Kranken- und Altenpfleger/innen sowie Ärzte und Ärztinnen betroffen – auch sie können das Abstandsgebot häufig nicht einhalten. Deshalb ist für Menschen, die in solchen oder ähnlichen Berufen arbeiten, das Tragen von medizinischen Masken wie FFP2- und FFP3-Masken empfehlenswert. Dazu weiter unten mehr.

Kann ich mit einem Mund-Nasen-Schutz andere Menschen vor einer Ansteckung schützen?


Viele Menschen stellen sich nun die Frage, ob man mit dem einfachen Mund-Nasen-Schutz – wenn er schon keinen Selbstschutz bietet – wenigstens andere Menschen schützen kann. Diese Frage lässt sich mit einem vorsichtigen "Ja" beantworten. Der einfache Mund-Nasen-Schutz fängt zumindest einen Teil der infektiösen Virentröpfchen auf, wenn man spricht oder hustet. Trotzdem austretende kleinere Tröpfchen werden zudem abgebremst und fliegen nicht so weit wie ohne Schutz. Es besteht so die Möglichkeit, das Risiko, andere Menschen durch den eigenen Tröpfchenausstoß anzustecken, zu senken. Der einfache Mund-Nasen-Schutz dient also lediglich dem Fremdschutz – und auch nur das unter Einschränkung.

Angesichts der gegenwärtigen Knappheit solcher Masken bieten die sogenannten Alltags- oder Behelfsmasken im Sinne eines MNS eine textile Alternative. In diesem wie in jedem Fall gilt natürlich weiterhin: Den besten Schutz bietet das Einhalten des Mindestabstands.

Eigenschutz bieten nur medizinische und filtrierende Gesichtsmasken


In der aktuellen Situation bezüglich des Coronavirus kommen unterschiedliche Arten von Masken zur Bedeckung von Mund und Nase zum Einsatz. Diese unterscheiden sich grundlegend in ihrem Zweck und damit auch der Schutzleistung, die sie bieten. Zu unterscheiden ist zwischen Masken, die als Behelfsmasken für Mund und Nase aus handelsüblichen Stoffen hergestellt werden, und solchen, die einschlägige gesetzliche Vorgaben und technische Normen erfüllen und somit Schutzmasken mit tatsächlicher Schutzwirkung darstellen. Bei letzteren wird noch einmal zwischen medizinischen Gesichtsmasken und filtrierenden Halbmasken unterschieden. Beide Maskenarten kommen derzeit verstärkt in medizinischen Berufsfeldern zum Einsatz und dienen neben der Ausstattung mit Schutzanzügen, Schutzkitteln und Schutzbrillen der persönlichen Schutzausrüstung.

Filtrierende Halbmasken


Filtrierende Halbmasken gibt es in den Kategorien FFP1, FFP2 und FFP3, die jeweils unterschiedliche Schutzwirkung bieten. Sie gelten im Rahmen des Arbeitsschutzes als Gegenstände der persönlichen Schutzausrüstung (PSA) und sind dafür gemacht, den Träger vor Partikeln, Tröpfchen und Aerosolen anderer Personen zu schützen. Neben den Filtermasken ist medizinisches Personal angehalten, Schutzkleidung, bestehend aus Schutzanzügen beziehungsweise Schutzkitteln, Einweghandschuhen und Schutzbrille, zu tragen. Bei der direkten Versorgung von Patienten mit bestätigter oder wahrscheinlicher COVID-19 müssen neben der Schutzkleidung Filtermasken mit mindestens FFP2 oder FFP3 getragen werden.

Medizinische Gesichtsmasken


Die medizinischen Gesichtsmasken, auch Mund-Nasen-Schutz (MNS) oder OP-Maske genannt, sind nach Norm DIN EN 14683:2019-6 zertifiziert und bieten anderen Schutz vor einer Infektion durch den Träger der Maske. Zwar schützen sie bei entsprechend festem Sitz auch den Träger der Maske, dies jedoch nur begrenzt. Auch ist der Schutz des Trägers nicht der primäre Zweck des MNS, der lediglich eingesetzt wird, um zu verhindern, dass Tröpfchen aus der Atemluft des Trägers in die offenen Wunden des Patienten gelangen. Weil der Träger aber meist nicht durch das Vlies des Mund-Nasen-Schutzes einatmet, sondern die Luft an den Rändern der Maske vorbei anzieht, bieten MNS dem Träger in der Regel nur wenig Schutz gegen Tröpfchen und Aerosolen. Sie helfen lediglich gegen eine Übertragung durch direkten Kontakt mit den Händen und schützen die Mund- und Nasenpartie des Trägers vor dem direktem Auftreffen größerer Tröpfchen anderer Personen.

Auch MNS sind für Menschen gedacht, deren berufliche Tätigkeit körperliche Nähe mit anderen und damit risikoreiche Kontakte einschließt. Darüber hinaus schützen sie beim Einkaufen oder während Fahrten in öffentlichen Verkehrsmitteln und tragen dazu bei, dass von den Trägern ein deutlich geringeres Infektionsrisiko ausgeht – einen sachgemäßen Umgang mit den Masken immer vorausgesetzt.

 


Weitere Möglichkeiten zum Eigenschutz


Wenn also alle Menschen Mund und Nase bedecken und so die Ansteckung über Tröpfchen verringern, sehen auch die Chancen eines hochansteckenden Virus schlecht aus, sich schnell auszubreiten. Wenn Sie weder einer Risikogruppe angehören noch in der Pflege oder einem anderen medizinischen Beruf arbeiten, bleibt Ihnen meist nur der Kauf einer Maske im Ladengeschäft oder bei Onlineanbietern. Bevor Sie jedoch die erstbeste Maske kaufen, sollten Sie sich über ihre Schutzwirkung schlau machen und überprüfen, ob die Maske neben ihrem hübschen Aussehen auch über eine Zertifizierung verfügt.

Im Internet werden unter den Schlagworten "Community-Masken" oder "DIY-Masken" selbstgenähte Mund-Nasen-Schutzmasken verkauft. Inzwischen gibt es online auch schon etliche Anleitungen für die Eigenherstellung entsprechender einfacher Mund-Nasen-Masken aus handelsüblichen Stoffen. Diese dürfen zwar verkauft werden, entsprechen in der Regel nicht den für medizinische Gesichtsmasken oder filtrierende Halbmasken geltenden Normen und haben nicht die für diese Masken gesetzlich festgelegten Nachweisverfahren durchlaufen. Somit sind sie keine Medizinprodukte, da für diese Masken bisher keine entsprechende Schutzwirkung nachgewiesen wurde. Solche Masken können zwar einen Beitrag dazu leisten, den Tröpfchenauswurf beim Ausatmen und Sprechen zu verlangsamen und außerdem die Sensibilität für "social distancing" zu stärken – doch ihre Träger können sich nicht sicher sein, dass die Mund- und Nasen-Bedeckung sie oder andere vor einer Infektion mit Corona schützt.

Auch für diejenigen, die im Alltag konsequent Maske tragen, empfiehlt das Robert-Koch-Institut das Einhalten folgender Regeln:

  • Einhalten der gängigen Hygienevorschriften, insbesondere der Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts (www.rki.de) und der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (www.infektionsschutz.de)
  • Einhalten des von der WHO empfohlenen Sicherheitsabstands von mindestens 1,5 Meter zu anderen Personen
  • gründliches Waschen der Hände (mindestens 20 bis 30 Sekunden mit Seife) vor dem Anziehen der Maske; beim Anziehen zudem darauf achten, dass die Innenseite nicht kontaminiert wird
  • gründliches Waschen der Hände (mindestens 20 bis 30 Sekunden mit Seife) nach Absetzen der Maske
  • richtiges Platzieren der Maske über Mund, Nase und Wangen mit engem Anliegen an den Rändern, um das Eindringen von Luft an den Seiten zu verringern
  • Austauschen von durchfeuchteten Masken
  • Berühren der potenziell erregerhaltigen Außenseite der Maske vermeiden, um eine Kontaminierung der Hände zu verhindern
  • luftdichte Aufbewahrung der Maske bei Nichtbenutzung, beispielsweise in einem verschlossenen Beutel (jedoch nur für kurze Zeit, um Schimmelbildung zu vermeiden)
    - Maske nach einmaliger Nutzung bei 95 Grad, mindestens aber bei 60 Grad waschen und anschließend vollständig trocknen
  • Alltags- beziehungsweise Behelfsmasken nur für den privaten Gebrauch nutzen
  • Herstellerhinweise beachten

Häufig wird bei der Diskussion über Corona-Schutzmaßnahmen vergessen, dass auch die Augen dem Virus einen Zugang in den menschlichen Organismus bieten. Wer also noch mehr für den Eigenschutz tun möchte, kann sich eine gut sitzende Schutzbrille besorgen, die über einen Seitenschutz verfügt. Wenn Sie jemand anhustet, sind dann selbst Ihre Augen vor einer möglichen Tröpfeninfektion optimal geschützt.

Ob Alltagsmaske, OP-Maske oder FFP1 - der wirksamste Schutz vor einer Infektion bleiben Abstandhalten und regelmäßiges Händewaschen. Auch beim Tragen einer Maske sollte man sich nicht in Sicherheit wiegen. Den besten Schutz vor einer Virusübertragung bietet weiterhin das konsequente Distanzieren von anderen Personen.

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